Mit der gemeinen Küchenzwiebel (Allium cepa) haben wir stets ein gutes Heilmittel im Haus. Einen Eindruck der grossen Wirkkraft erhalten wir ja bereits beim Zwiebelrüsten. Das Enzym Aliinase spaltet Inhaltsstoffe in schleimhautreizende Verbindungen und bringt so unsere Augen zum Tränen und die Nase zum Laufen. Organische Schwefelverbindungen haben eine starke Bindewirkung für verschiedene Körpergifte. Vor allem Bakterien werden durch diese Wirkstoffe unschädlich gemacht. Die guten Effekte bei Bronchialkatarrhen sind vielerorts bekannt. Was liegt näher, als aus den Zwiebeln einen schmackhaften Hustensirup herzustellen. Hanspeter Horsch von der Drogerie Horsch in Heiden möchte Ihnen beschreiben wie dieses Hausmittel schnell und in genügender Menge hergestellt wird. Besorgen Sie sich fünf schöne und grosse Zwiebeln, einen guten Honig aus der Region und ein Glas mit einem Drehverschluss in ausreichender Grösse. Jetzt werden die Zwiebeln in Scheiben geschnitten und in einer Schicht von zwei Zentimetern ins Glas gelegt. Verteilen Sie nun einen Esslöffel Honig über diese Lage im Glas und schichten Sie erneut Zwiebeln darüber, dann wieder Honig usw. Bei fünf Zwiebeln benötigen wir acht bis zehn Esslöffel des Honigs. Diese Schichtung im Glas wird fortgesetzt bis das Glas zwei Zentimeter unter dem oberen Rand gefüllt ist. Nun lassen wir das Glas an der Wärme stehen. Häufiges Schütteln ist notwendig, damit die Zwiebelwirkstoffe und das Wasser sich mit dem Honig vermischen. Bereits nach 24 Stunden darf der Zwiebelsirup in eine saubere Flasche abgeleert werden. Bei Husten wird nun dieser Sirup esslöffelweise und wenn nötig stündlich, verabreicht. Bei Kleinkindern genügt ein Teelöffel für die stündliche Verabreichung. Bewahren Sie die Flasche mit dem Sirup im Kühlschrank auf, so wird er sich bis zu drei Monaten halten.
